Stadtgeschichte (3)

die.gifbeiden zerstörten Schlösser wurden nicht wieder aufgebaut. Statt dessen entstand auf der Höhe des Schloßberges, also da, wo sich heute die Heidecksburg befindet, ein neues Schloß. In der Zeit zwischen 1434 und 1448 wurde dieses zu einem Bau mit 3 Flügeln erweitert und diente in der Folgezeit mit Unterbrechungen von 1574 bis 1918 als Residenz der 1571 entstandenen Schwarzburgisch-Rudolstädtischen Landesherrschaft. An der Stelle des unteren Schlosses standen nun (1548) freie Siedelhöfe, die den Gräflich-Schwarzburgischen Lehnsleuten Heiße und Schönfeld verliehen wurden.

Zwischen 1345 und 1437 bekam auch die Stadt ein vollkomen neues Gesicht. Das Rathaus scheint zwar nach dem Grafenkrieg wieder an der alten Stelle entstanden zu sein und ist wohl erst 1524 nach dem heute so genannten Alten Rathaus verlegt worden. Der Marktplatz jedoch, wurde schon vor 1437 nach dem heutigen Platz verlegt, wo am Standort der ehemaligen Elisabethkapelle erst viel später (1911) das jetzige Rathaus unter schonender Einbeziehung eines schönen Baues aus der Frührenaissance erbaut worden ist.

Auch die Stadtmauer wurde weiter in Richtung Saale bis an die heute noch so genannte Mauerstraße verlegt, wodurch der Hauptverkehr durch die Stadt nun über die "Untere Straße", die heutige Marktstraße verlief. Natürlich entstanden auch zwei neue Stadttore: Das Obere Tor beim heutigen Güntherbrunnen und das Untere Tor, auch "Storch" genannt, in Höhe der heutigen Freiligrathstraße. Der "Storch" wurde im Jahre 1873 abgetragen, um den Verkehrsfluß zu erleichtern.

Über die Saalgasse konnte man durch das an ihrem Südende erbaute Saaltor zu einer über die Saale führenden Holzbrücke gelangen, die später wieder beseitigt wurde, nachdem 1540 an Stelle einer früheren Fähre (bei der heutigen Stadtbrücke) eine neue Brücke erbaut worden war. Diese war über das Untere Tor durch die Brückengasse erreichbar.

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