|
dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich in Rudolstadt-Schwarza mit dem Chemiefaserkombinat „Wilhelm Pieck“ ein Zentrum der chemischen Industrie in der DDR. Mehr als 6000 Beschäftigte fanden im damaligen CFK Arbeit und sicherlich bestanden noch mehrere tausend Arbeitsplätze im Bereich der Zulieferindustrie. Nach dem Ende der DDR brach dieses Unternehmen vollständig weg, was eine dramatische Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zur Folge hatte und noch bis heute hat.
Ende 1989 hatte die Gemeinde Rudolstadt mehr als 32.000 Einwohner, heute, 17 Jahre später, sind es mal eben noch 25.000, und der Trend zeigt in die gleiche Richtung. Immer mehr junge Leute kehren Rudolstadt den Rücken und eine zunehmende Vergreisung macht sich bemerkbar. Dieses Problem ist seit der Entstehung der Stadt einmalig, aber es ist ganz und gar nicht einmalig für viele Städte in den neuen Bundesländern seit 1990.
Was wird die Zukunft bringen und haben wir, als daheim gebliebene Rudolstädter, Einfluss darauf?
Steffen Günsche, anno 2007
Quelle: „Rudolstadt lebendige Tradition – zukunftsfrohe Gegenwart“, 1954, Beitrag: „Das älteste Rudolstadt im Lichte urkundlicher Forschung“ von Dr. Herbert Kühnert
1 2 3 4
|